26.05.08 – Anfangs lachten sie noch über silencesurf – seine Freunde aus dem US-Autoforum, als er sich auf den geschenkten Chevy von Giverin chrissy bewarb. Jetzt lacht Wisher silencesurf – über den Klang des 5 Liter V8 Motors in seinem neuen Chevrolet.

Als silencesurf den Anruf von chrissy bekam, er sei der Auserwählte aus den Finalkandidaten und dürfe sich über sein neues Auto freuen, schlug sein Herz bis zum Hals. Zu 99% aus Freude, zu einem Prozent wohl aus Angst vor der eigenen Courage – denn er hatte in seiner Bewerbung versprochen, sich den Wagen mit dem Fahrrad abzuholen. Und obwohl er gerne mit dem Rad fährt: Die mehr als 180 Kilometer von Fürstenfeld in der Steiermark zu Giverin chrissy in Wien sind kein Pappenstiel, denn zwischen seinem Wunsch und seinem Chevy liegt der Wechsel, den es erst einmal zu überwinden galt.

Wisher silencesurf begann also, mit dem Fahrrad zu trainieren und sich ein Begleitteam für die Reise zusammen zu stellen. Viele seiner Freunde hatten ihn ja schon beim Voting kräftigst unterstützt, also war die Betreuermannschaft für den Kraftakt Fürstenfeld/Wien schnell gefunden. Eine Begleitperson würde als Tempomacher mit dem Mofa vor ihm fahren, mit konstanten 24km/h (so hatte es sich silencesurf ausgerechnet), ein zweiter Freund folgte ihnen mit einem Kleinbus, um nach der Hinfahrt sowohl Fahrrad als auch Mofa zurück zu transportieren.

Nach fast 14 Tagen Vorbereitungszeit ging es am Freitag, dem 23. Mai, endlich los. Um vier Uhr morgens, bei leichtem Nieselregen und noch fast völliger Dunkelheit, trat silencesurf in die Pedale. Sein Team und er trugen eigens für diesen Anlass von ihnen angefertigte wishom-Shirts, mit denen sie auch auf dem Weg für die wishdom-Idee Werbung machen wollten. Ihr Marschplan sah vor, am späten Nachmittag an der Stadtgrenze von Wien einzutreffen. Und so begann die aufreibende Reise, die, wie man später ausrechnete, stolze 5600 Kalorien verbrannte und silencesurf Muskeln spüren ließ, von denen er bislang noch keine Ahnung hatte.

In Wien, wo der Chevrolet vor der Wohnung von Giverin chrissy auf seinen neuen Besitzer wartete, begann der Tag schon sonniger. chrissy hatte am Vortag alle Papiere zusammen gesucht, darunter auch die Rechnungen für alle vorbereitenden Reparaturen und Servicearbeiten – denn der Wagen befand sich in einwandfreiem Zustand und wirkte auch bei genauerer Betrachtung äusserst gepflegt. Es würde sich nur mehr um Stunden handeln, bevor silencesurf zum ersten Mal in seinen neuen Wagen einsteigen konnte.

Diese Stunden zogen sich. silencesurf verzichtete auf einige der vorgesehenen Pausen, denn Pausen brachten zwar eine gewisse Erleichterung für den Moment, machten aber das neuerliche Anfahren umso schwerer. Als er sich von den Steigungen her das Schwierigste erwartete und sich darauf vorbereitete – waren sie auch schon vorbei. silencesurf hatte den höchsten Punkt seiner Reise erreicht und konnte nun etwas entspannter die Sache in Richtung Wien rollen lassen. Nun waren die Vorfreude und die Ungeduld die bestimmenden Faktoren auf dem Weg; man kam dem Ziel immer näher.

Dann, gegen 16 Uhr, war es so weit: Die letzten Meter auf dem Fahrrad wurden abgestrampelt, und Giverin chrissy und Wisher silencesurf standen sich erstmals gegenüber. Und: Sie standen vor dem Objekt der Begierde, dem Chevy. Die folgende Übung in Geduld war eine leichte: chrissy lud die erschöpfte Mannschaft noch zu sich auf einen Kaffee und selbstgebackenen Kuchen. Man verstand sich auf Anhieb prächtig – chrissy meinte nach dem Treffen, sie hätte sich mit Sicherheit den richtigen Wisher aus den Finalisten ausgesucht.

Nach dieser kurzen, aber dringen nötigen Erholungspause kam der große Moment: chrissy übergab die Papiere und den Wagenschlüssel an silencesurf. Sein Puls war laut seiner Auskunft dabei noch höher als selbst auf den anstrengendsten Streckenabschnitten. Und die Übergabe zelebrierte er wie ein echter Genießer: Es wurde nicht gleich eingestiegen und losgefahren, sondern silencesurf ging um den Wagen herum, sog jedes Detail der mächtigen Karosse mit allen Sinnen ein. Der Motor wunde begutachtet, das Emblem auf der Motorhaube noch einmal poliert – erst dann nahm er mit einem breiten Grinsen auf dem Fahrersitz platz – auf jenem Sitz, der ab sofort sein zweites Wohnzimmer werden sollte. Der Wagen wurde kurz an gestartet, um den wuchtigen Klang der Maschine zu hören, aber danach begab sich silencesurf auf die Rückbank und die hintere Bank zum Probesitzen – ein solches Auto will erobert sein und in Beschlag genommen werden.

silencesurf verriet uns auch, worauf er sich mit seinem neuen Auto am meisten freut: Erstens darauf, mit der ganzen Familie ganz entspannt zum Baden fahren zu können – und vor allem auf die Burger-Party, die er für alle seine Unterstützer geben wird. „Ich stelle mir die Gesichter beim McDrive vor, wenn ich mit diesem Wagen vorfahre und „Bitte 300 Hamburger“ sage – das wird sicher göttlich“, so silencesurf.

Dann wurden noch das Rad und das Mofa in den Begleitbus verladen, und die Heimreise sollte beginnen. Fast ehrfurchtsvoll setzte silencesurf seinen neuen Chevy in Bewegung, und hätte es in diesem Moment einen weiten Horizont gegeben, dann wäre der glückliche Wisher so richtig schön kitschig in die untergehende Sonne gerollt. So aber sah man nur ein breites Grinsen und ein fröhliches Winken in die Ferne entschwinden – und ein ebenso fröhliches Lächeln bei Giverin chrissy zurückbleiben.
wishdom freut sich für silencesurf, dass sein ganz persönlicher Traum vom amerikanischen Cruiser in Erfüllung gegangen ist – und für chrissy, dass sie für ihr Prachtstück den passenden wisher gefunden hat. Wir sind uns sicher, dass wir vom chevy noch einiges zu hören und zu sehen bekommen.